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Erklärung
Großes Sprachmodell (LLM).
Ein großes Sprachmodell – englisch Large Language Model, kurz LLM – ist das „Gehirn“, auf dem ChatGPT, Claude, Gemini und auch KI-Agenten in Unternehmen beruhen. Es versteht Text und kann neuen schreiben. Von selbst tut es aber nichts, solange Sie es nicht mit einer Aufgabe und Daten verbinden.
Kurz gesagt
- Ein LLM hat aus riesigen Textmengen gelernt und kann Sprache verstehen und erzeugen.
- Es kennt Ihr Unternehmen nicht – Ihre Unterlagen müssen Sie ihm geben (zum Beispiel über RAG).
- Das Modell allein ist nur ein Teil der Lösung; den Wert schaffen Aufgabe, Daten und Regeln drumherum.
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Was es ist, einfach erklärt
Ein Sprachmodell ist ein Programm, das aus riesigen Textmengen gelernt hat, wie Wörter und Gedanken aufeinander folgen. Deshalb kann es eine E-Mail lesen und erkennen, dass es sich um eine Reklamation handelt, einen langen Vertrag zusammenfassen oder eine verständliche Antwort schreiben.
„Groß“ bedeutet, dass das Modell Milliarden interner Parameter hat und mit Texten aus großen Teilen des Internets, aus Büchern und weiteren Quellen trainiert wurde. Deshalb beherrscht es Deutsch und viele andere Sprachen, Fachbegriffe und unterschiedliche Schreibstile.
Wie es funktioniert (ohne Mathematik)
Im Kern schätzt das Modell, welches Wort als Nächstes folgen sollte, damit die Antwort Sinn ergibt. Das gelingt ihm aber so gut, dass das Ergebnis wie Verständnis wirkt – und sich für die praktische Arbeit mit Text auch so verhält.
Daraus ergeben sich zwei wichtige Eigenschaften:
- Es formuliert auch dort, wo es unsicher ist. Fehlt ihm eine Information, kann es sie „dazuerfinden“. Das nennt man Halluzination.
- Es kennt Ihr Unternehmen nicht. Es weiß nichts über Ihre Preise, Regeln oder Kunden, bis Sie sie ihm geben. Dafür gibt es die Technik RAG.
Bekannte Modelle
Zu den bekanntesten gehören die GPT-Modelle von OpenAI (Grundlage von ChatGPT), Claude von Anthropic, Gemini von Google, Llama von Meta oder Mistral aus Frankreich. Sie unterscheiden sich in Qualität, Preis, Geschwindigkeit und darin, wo und wie sie Daten verarbeiten.
Für ein Unternehmen ist wichtiger als die Frage „Welches ist das klügste?“, wo die Daten verarbeitet werden und zu welchen Vertragsbedingungen. Mehr dazu im Artikel KI und DSGVO.
Was das für Ihr Unternehmen bedeutet
Das Modell allein ist wie ein talentierter Absolvent ohne Berufserfahrung. Es kann lesen und schreiben, weiß aber nicht, wie es bei Ihnen läuft. Einen Nutzen bringt es erst, wenn Sie es:
- mit einer konkreten Aufgabe verbinden (Anfragen sortieren, Belege prüfen),
- ihm Ihre Unterlagen geben (Preislisten, Richtlinien, Verlauf),
- und Regeln festlegen, was es selbst tun darf und was ein Mensch freigibt.
So entsteht ein KI-Agent.
Häufige Fragen
Wofür steht die Abkürzung LLM?
Für Large Language Model, auf Deutsch großes Sprachmodell. Es ist eine Art künstlicher Intelligenz, die Text versteht und erzeugen kann.
Verstehen Sprachmodelle Deutsch?
Ja, aktuelle große Modelle beherrschen Deutsch sehr gut, einschließlich Fachbegriffen. Die Qualität unterscheidet sich aber zwischen den Modellen. Testen Sie sie deshalb am besten mit Ihren echten Texten.
Lernt das Modell aus meinen Daten?
Das hängt von den Vertragsbedingungen des Dienstes ab. Bei Unternehmens- und API-Versionen großer Anbieter werden Kundendaten in der Regel nicht zum Training genutzt. Prüfen Sie das aber immer im Vertrag.
Möchten Sie wissen, wo KI gerade Ihnen Zeit spart?
Wir gehen mit Ihnen eine normale Woche durch und finden die erste Aufgabe, die sich lohnt, an einen Agenten zu übergeben. Unverbindlich.
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